Studium & Studentenleben
November 14, 2020

So meisterst du effektiv die Uni in der Corona-Zeit

Das aktuelle Corona-Virus (COVID-19), geht über ein bloßes Gesundheitsproblem hinaus: Die Pandemie hat nicht nur zu einem drastischen Verlust von Menschenleben geführt, sondern auch zu plötzlichen Herausforderungen für die Dienstleistungsbranche sowie zu schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Störungen. Die weltweite Pandemie hat für die meisten von uns unsere täglichen Routinen grundlegend verändert.

Millionen von Unternehmen sind noch immer existenziellen Risiken ausgesetzt. Unnötig zu erwähnen, dass eine große Anzahl von Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Homeoffice, virtuelle Meetings, Webinare, Fernpraktika ... diese Formulierungen sind seit Anfang 2020 immer häufiger geworden. 


Homeoffice


Natürlich sind wir als Studierende auch von der Pandemie betroffen. Viele Universitäten bieten nach dem ersten Online-Sommersemester auch im Winter alle Veranstaltungen online an, in der Hoffnung, dass sich die Anzahl der Fälle verringert.

Ein Online-Semester bedeutet, dass dir die Möglichkeit verwehrt bleibt, raus aus dem Haus zu gehen, um in der Universität zu studieren. Stattdessen musst du dein Studium aus der Ferne absolvieren. Du kannst einfach auf deinem Bett bleiben, entspannt deinen Pyjama anlassen, die Kamera ausschalten und deinen Professoren über Zoom oder einer anderen virtuellen Besprechungsplattform zuhören. 

Manche Professoren*innen bieten sogar hochgeladene Vorträge an, die du jederzeit ansehen kannst, wenn du Zeit hast. Das ist ein zweischneidiges Schwert: Du kannst viel Freizeit haben, aber wenn du nicht verantwortlich genug bist, kannst du diese nicht nutzen. Tatsächlich haben viele Studierende Probleme damit, den besten Weg zu finden, um ihr Online-Semester erfolgreich zu meistern. 

Die folgenden Tipps geben dir einige Ideen, wie du dein Studium von zu Hause aus erfolgreich absolvieren kannst. Du suchst nach Methoden, um deine Disziplin oder deinen Lernstil zu verbessern? Auf geht´s!


1. Erstelle einen Wochenplan

"Eine Stunde Planung kann dir 10 Stunden Zeit ersparen." - Dale Carnegie. Dies ist der erste und wichtigste Tipp, den du nicht nur als Student*in, sondern auch für deine späteren, langfristigen Gewohnheiten einhalten solltest. 

Dein Wochenplan ist wie ein Kompass. Der Plan leitet dich durch die Woche - so vermeidest du, nicht zu wissen, was du während der Woche tun sollst (auch nicht an welchem ​​Tag). Durch die Planung kannst du das ständige Prokrastinieren überwinden, deine Motivation aufrechterhalten und deine Ziele Schritt für Schritt zu erreichen.  


Wochenplanung


Du kannst einen Wochenplan mit verschiedenen Tools erstellen (wie zum Beispiel einfach dem Google Kalender) oder einen handschriftlich verfassen und diesen auf eine Magnettafel oder vor deinen Schreibtisch kleben, damit du jederzeit deine Tagespläne sowie deine Uni-Kurse im Blick hast.

Du kannst deinen nächsten Tag auch jeden Abend vor dem Schlafengehen planen, damit du klare Informationen darüber erhältst, was morgen alles ansteht. Als Bonus empfiehlt es sich, die wichtigsten drei Prioritäten für den folgenden Tag oder die folgende Woche mit Häkchen aufzuschreiben. Wenn du eine Aufgabe erledigt hast, kannst du sie einfach mit verschiedenen Farben ankreuzen. So bleibst du über deine täglichen Aufgaben auf dem Laufenden und fühlst dich direkt erfolgreich und großartig.


2. Lege dein Handy aus deiner Sicht

Effektiv arbeiten

Einer der Fehler, den ich beim Besuch meiner Vorlesungen gemacht habe, ist, dass ich mein Telefon oft direkt neben mir hatte. Immer, wenn etwas auftauchte, nahm ich direkt mein Handy und sah es mir an. Infolgedessen habe ich einige Zeit damit verschwendet, nicht zuzuhören, sondern durch Facebook und Instagram zu scrollen, und konnte nicht mehr mit dem Vorlesungsfluss mithalten. Um diesen Fehler zu vermeiden, solltest du dein Handy vor Beginn jeder Vorlesung aus deiner Sicht nehmen - am besten sogar etwas entfernt von dir legen, so dass du aufstehen müsstest, um die Nachrichten ansehen zu können. 

Damit du bei dem ganzen Zuhören nicht einschläfst, hat das Handelsblatt 7 Tipps gegen Zoom-Müdigkeit zusammengestellt.

3. Räume deinen Lernplatz auf (und dein Bett + Desktop)

Mache dein Bett, wenn du aufwachst. Halte dich von deinem Bett fern, um zu verhindern, dass du wieder einschläfst. Versuche, deinen Arbeitsbereich aufzuräumen, bevor du deinen Arbeits/Unitag beginnst. 

Dadurch schaffst du dir mehr Platz für deine benötigten Bücher und Dokumente und hältst dich von irrelevanten Dingen fern, die dich ablenken könnten. Behalte so wenig Dinge wie möglich auf deinem Schreibtisch - nur das, was du auch wirklich brauchst!. Vergiß nicht, einen bequemen Stuhl zum Sitzen auszuwählen, der gut für den Rücken ist ist - gerade jetzt verbringst du viel Zeit im Sitzen, daher ist dies besonders wichtig.

Darüber hinaus verursacht ein zu langer Blick auf den Computer auch Stress, sodass ein sauberer, organisierter Desktop deinen Geist beruhigt und entspannt.


4. Stelle sicher, dass du genügend Licht bekommst

Natürliches Licht fördert Energie im Studium

Schlechte Beleuchtung kann dazu führen, dass du schläfrig, gestresst und depressiv wirst. Schwaches Licht kann auch die Augenbelastung erhöhen und zu Augenschmerzen führen, ganz zu schweigen von Kopfschmerzen. Wenn du den ganzen Tag auf deinen Computerbildschirm schaust, ist dies nicht ideal für deine Augen.

Stelle daher sicher, dass du genügend natürliches Licht von außen in dein Zimmer lässt, oder hole dir eine gute Arbeitsbeleuchtung, wie  Schreibtischlampen oder Tischlampen. Zum Lesen, Schreiben und Arbeiten mit Computern wird eine 40- bis 60-Watt-Glühbirne empfohlen. 


5. Mache aktiv Pausen

Die Wissenschaft hat darauf hingewiesen, dass sich das menschliche Gehirn nur 9 Minuten lang optimal konzentrieren kann. Somit kann es für uns äußerst anspruchsvoll sein, den ganzen Tag vor dem Computer zu bleiben und von Kurs zu Kurs zu springen. Es ist wichtig, dass du deinem Gehirn einige Pausen gönnst. 

Pausen können sogar Lösungen für Probleme bieten, die du möglicherweise nicht an deinem Schreibtisch löst, indem du deine Umgebung änderst oder kurzzeitig zu einer anderen Aktivität wechselst. Da du zu Hause bist, kannst du davon Gebrauch machen, indem du nach jeder Vorlesung einige große Pausen einlegst. Wenn du keine Live-Meetings hast, solltest du jeweils nach 35 bis 40 Minuten “Lernen” kleine Pausen (5 Minuten) einlegen.


6. Geh an die frische Luft

effektiv studieren

Was einem im normalen Uni-Alltag manchmal lästig erscheint, kann dir im Online-Semester wieder frische Energie geben: Verbringe etwas Zeit, wie zum Beispiel zwischen zwei Vorlesungen, an der frischen Luft. Durch die Vorlesung muss dein Gehirn schon viel arbeiten und verbraucht viel Sauerstoff - da du sicherlich gerade jetzt, wo die Tage kälter werden, weniger lüftest, kommt kaum neuer Sauerstoff rein. Nutze also die kleinen Pausen, mach dein Fenste auf und geh aktiv raus. So bekommt dein Gehirn den Sauerstoff, den es braucht, um wieder aktiv denken zu können. Dann bist du bei der nächsten Vorlesung wieder voll dabei!


7. „Fühle dich wie zu Hause“! 

Du bist tatsächlich zu Hause und das ist ein Vorteil! Du musst nicht so früh am Morgen aufwachen und eine 30-minütige Busfahrt zur Universität antreten. Du musst auch nicht den ganzen Tag arbeiten, um produktiv zu sein. Nach einem anstrengenden, effektiven Universitäts-Tag kannst du dich entspannen, Musik hören, einen Film ansehen, Sport treiben, draußen spazieren gehen oder dir ein köstliches Abendessen zubereiten. 


COVID-19 hat unsere täglichen Aktivitäten völlig verändert, aber es sollte keine Entschuldigung für uns sein, unseren Fokus zu verlieren und in unserem Leben unverantwortlich zu werden. Es ist immer wichtig zu wissen: Egal unter welchen Umständen und wie schlimm es uns betrifft - wir können uns immer dafür entscheiden, uns an die Situation anzupassen, sie zu überwinden und stärker daraus hervorzugehen.


Also dann - bleibe sicher, gesund und positiv!

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