Corona & Uni: 5 Tipps, wie du im “Home-Studium” produktiv bist

Stay@home: Kontaktverbot, Home Office, Gym@home, Veranstaltungsabsagen - das COVID 19 zwingt uns alle, unseren täglichen Alltag, wie wir ihn gewohnt sind, umzudenken. Für uns Studenten war es bis vor kurzem noch kein Thema, es hat uns lediglich beim Reisen gestört oder unsere Arbeit verändert. 

Doch jetzt mit dem Semesterstart müssen auch wir umplanen: Uni von zu Hause? Wie soll das gehen? Wie können wir trotz der Ablenkung im “Home-Studium” produktiv sein? Wir haben euch 5 Tipps zusammengestellt, damit ihr die aktuelle Zeit der Home-Uni sinnvoll nutzt.

 

1. Schaffe dir eine gute Arbeitsatmosphäre

Auch wenn es verlockend sein mag, den ganzen Tag im Bett zu chillen, den Pyjama gar nicht auszuziehen und einfach aus dem Bett die Online-Vorlesung zu besuchen - den Lernerfolg fördert dies bestimmt nicht.

Daher ist unser erster Tipp:

Zieh dich vernünftig an, so als würdest du in die Uni fahren wollen. So bekommt dein Körper direkt eine andere Haltung, du denkst nicht ständig ans Entspannen, da du nicht die allerbequemsten Klamotten an hast. 

Mach dein Bett: so verhinderst du einerseits, dass dein Bett dich verlockend ruft, andererseits hast du damit bereits eine erste Tat hinter dir - dieser kleine Schritt kann dir einen ersten Erfolgsmoment geben, der dich motiviert! 

Schaffe dir einen festen Platz für die Uni. Wenn du einen Schreibtisch in der Wohnung oder deinem WG Zimmer hast - nutze ihn! Schaffe dir Platz für deinen Laptop oder dein Ipad, deine Uni-Unterlagen und für dich noch notwendige Utensilien. Sorge dafür, dass du diesen Platz auch wirklich nur für die Uni nutzt. So wirst du viel produktiver sein und dich an diesem Ort besser auf die Uni konzentrieren können. Kein Schreibtisch da? Dann nutze einen anderen passenden Tisch - aber weiche nicht auf die Couch oder das Bett aus. Dein Körper sollte, wenn machbar, bei der Lernarbeit gerade sitzen - dies ist nicht nur viel gesünder für deinen Rücken, sondern fördert die Konzentration zusätzlich!

Last Tipp: Wenn du mal einen längeren Uni-Tag vor dir hast, schnappe dir deine Lieblingssnacks und packe sie in deine Nähe, sodass du sie von deinem Platz erreichen kannst. Besser ist natürlich, dass diese Snacks nicht allzu viel Zucker enthalten - dies wird dich langfristig nur noch mehr runterziehen (und die Konzentration verringern). Aber auch Wasser ist wichtig - stelle es nah bei dir hin, so dass du nicht vergisst zu trinken!

Generell ist aber zu sagen, dass jeder anders ist: Manche können besser lernen, wenn sie im völligen Chaos mit Jogginghose sitzen - du musst für dich selber herausfinden, wo du dich besser konzentrieren kannst.

Schaffe dir deinen Arbeitsplatz

Die Quarantäne langweilt dich? Lade dir jetzt unseren Survival-Guide herunter!

2. Plane deinen Tag

Ja, ich weiß, es klingt super spießig und eher nur etwas für vorbildliche Studierende - aber es kann dir auch sehr helfen! Was genau ist gemeint?

Da du den ganzen Tag zu Hause bist, manche Vorlesungen nur als Aufzeichnung vorhanden sind, andere wieder live nur zu bestimmten Zeiten anzusehen sind, ist es für deinen Lernerfolg sinnvoll, wenn du deinen Tag planst. 

Gemeint ist: Wann stehst du auf? Wann frühstückst du, wann fängst du an zu Lernen? Wann ist welche Vorlesung? Wann nimmst du dir Zeit für Sport? Wann gehst du einkaufen, wann kochst du für dich Mittag/ Abendessen? Ab wann chillst du wirklich und machst nichts mehr für die Uni?

Aus eigener Erfahrung kann ich dich nur empfehlen, alles detailliert zu planen. So steckst du nicht ewig unkonzentriert im Uni-Stoff, obwohl du schon lang hungrig bist. 

Auch hier kommt es wieder auf jeden Einzelnen an: du bist ein Frühaufsteher und schon morgens produktiv? Nutze das und stelle dir aktiv einen frühen Wecker, auch wenn evtl. das Aufstehen morgens weniger toll ist. Du bist eher abends produktiv? Alles klar, dann lerne mehr abends und erledige das Kochen und einkaufen vorher!

 

Ein Tag von dir könnte beispielsweise so aussehen:

7:30 Uhr: Wecker klingelt - aufstehen & waschen/ duschen

8:15 Uhr: Frühstücken und abwaschen/ aufräumen

9:00 Uhr: Erster Lern-Sprint für die Uni

10:00 Uhr: Online Vorlesung beginnt

11:30 Uhr: Wenn du noch musst: einkaufen, ansonsten kochen oder noch etwas Uni lernen

12:00 Uhr: Kochen, essen, Pause nutzen

14:00 Uhr: Online Vorlesung die 2. startet

15:30 Uhr: Mach dir ein Kaffee, nutz die Pause

16:00 Uhr: Vorlesungen gehen weiter/ du musst Übungsaufgaben machen

18:00 Uhr: Zeit zum Auspowern  beim Home-Sport

19:00 Uhr: Kochen/ Abendessen & Pause = oder Feierabend

…..

Wie gesagt, dies ist nur ein Beispiel - passe deinen Tag einfach auf dich an. Für solch eine Planung empfiehlt es sich einen Kalender zu nutzen - beispielsweise Google Kalender, damit du alles online abrufbar hast. 

Last Tipp: Nutze die Pausenzeit als echte Pause, die Lernzeit zum Lernen. Wir lassen uns schnell ablenken und wollen dann viele Dinge gleichzeitig machen - das geht? Zu Lasten deiner Produktivität ja! Am Ende hast du viele Dinge nur halb erledigt und nicht wirklich was geschafft. 

Zusätzlich: Du brauchst richtige Pausen. Dein Kopf sitzt den ganzen Tag vor dem Laptop, versucht konzentriert zuzuhören und noch was zu lernen - irgendwann musst du mal abschalten. Dann nur am Handy zu sitzen oder dich von TV berieseln zu lassen hilft dir evtl. geistig abzuschalten abzuschalten - aber wieder sitzt du vor einem Bildschirm. Daher ist mal an die Luft gehen - aktuell, klar, allein - gut, um einfach mal abzuschalten und die Konzentration zurück zu bekommen. 

Plane deinen Tag

3. Mach dir ein Lernplan

Vor allem in der Zeit, in der du den ganzen Tag zu Hause sitzt, nicht wirklich Kontakt zu anderen hast und dich jeden Tag aufs neue motivieren musst, aufzustehen, kann dir ein Lernplan helfen. Durch einen Plan, in dem du dir täglich Ziele setzt, bekommst du neben mehr Struktur auch Erfolgsgefühle am Ende eines guten Tages. Auch wenn du dir den Plan selber setzt und damit deine eigenen Ziele/ Deadlines stellst, kann dir diese Art von Stress oder Druck helfen, wirklich deinen Kram zu erledigen. 

Für den Plan kannst du dir beispielsweise als erstes aufschreiben, was du alles pro Uni-Kurs machen musst: Übungen rechnen? Übungen und Vorlesungen evtl. wöchentlich wiederholen, da du den Stoff nicht komplett verstanden hast? Lernkarten machen oder jede Vorlesung zusammenfassen? Mit Sicherheit gibt es noch jede Menge andere Aufgaben - vor allem wenn du Kurse mit Gruppenarbeit oder Hausarbeiten hast. Daher kann ich dir aus eigener Erfahrung wirklich zu so einem Plan raten - das verschafft dir einen klaren Überblick und du bekommst keine Panik, da du so viel machen musst und nicht weißt, wo du starten sollst.

Nachdem du also weißt, was du machen musst, kannst du dir nun einplanen, wann du was machen möchtest - am Besten auch passend zum Vorlesungsplan. Darauf aufbauend kannst du dir dann Tagesziele setzen: Heute möchtest du diese Übung rechnen, für diese Vorlesung alles zusammenfassen oder den Teil der Hausarbeit schaffen?

Alles klar - wenn du am Ende des Tages dein Ziel erreicht hast, fühlst du dich super produktiv und motiviert für die nächsten Tage! Ohne Ziel weißt du meist gar nicht, ob du überhaupt was getan hast - mach dir deinen Erfolg bewusst.

Und falls du mal Tage hast, an denen du dein Ziel nicht erreichst - Schwamm drüber. Lass dich nicht davon runterziehen und versuche deinen Uni-Plan einfach neu zu überarbeiten. Klar solltest du nicht ständig umplanen, aber ständig hinter dem Plan zu sein ist nicht wirklich motivierend, daher versuche deine Produktivität gut einzuschätzen - dies kann dir auch zukünftig im Job sehr gut helfen.

 

4. Genieße die zusätzliche Zeit

Je nachdem, wie weit weg du von der Uni wohnst, wie viel zeit du zur Vorlesung brauchst oder auch zu deinem Nebenjob und dem Gym: all die Zeit hast du jetzt extra, da du leider den ganzen Tag zu hause bleibst. Aber es hat auch etwas Gutes - du hast mehr Zeit! 

Auch wenn es dir anfangs kaum mehr erscheinen mag, wenn du es dir mal ausrechnest, ist es mit Sicherheit nicht wenig Extra-Zeit, die dir sonst “verloren” geht. Nutze also diese Zeit, aber bitte nicht um 24/7 bei Instagram rumzuhängen.

Mach die Dinge, die dich glücklich machen (Insta macht dich glücklich? Okay fine, dann geh auf Insta). Was ich eher meine ist: Musik hören, ein Buch lesen, aufwendig kochen, mehr Sport als üblich, Freunde anrufen - was auch immer dich glücklich macht! Aber auch mal abschalten gehört dazu - also was hilft dir dabei, dich zu entspannen? Mal Ruhe zu bekommen und was komplett anderes zu machen? Jetzt hast du Zeit - also verschwende diese zusätzlichen Stunden nicht im Bett oder in den sozialen Medien.

Genieße die freie Zeit

 

5. Bleibe in Kontakt

In den Semesterferien hast du den Kontakt zu deinen Kommilitonen etwas verloren, da viele auf Reisen oder bei ihren Eltern waren? Du hattest dich schon gefreut, alle in der Uni wiederzusehen? Ja, leider kann das aktuell nicht stattfinden - aber dennoch ist es sinnvoll, wenn du den Kontakt wieder ausweitest. Nicht nur, damit du sozial aktiv bist und dich mit deinen Uni-Freunden austauschst, auch einfach um den gelernten Stoff der Online Vorlesungen untereinander zu vertiefen. 

Du fragst dich, was ich meine? Nun, normalerweise sprecht ihr doch sicher mit euren Kommilitonen nach einer Vorlesung oder Übung - eventuell über den Inhalt oder einfach so. Das ist aktuell ja nicht möglich, daher telefoniert einfach mal miteinander, auch wenn es nur darum geht, wie viel Stoff der Kurs ist oder wie langweilig die Vorlesung war. Der Kontakt hilft euch, einen normalen Uni-Alltag zu haben und ihr motiviert euch gegenseitig, an den Vorlesungen von zu Hause aus teilzunehmen. 

Pro-Tipp: Verabredet euch zu den Online Vorlesungen - ruft euch vorher an, seid zusammen im Zoom Call - wie auch immer, aber macht dies gemeinsam. So ertragt ihr gemeinsam die schlimme Vorlesung, könnt drüber quatschen und habt den sozialen Kontakt, der in der aktuellen Zeit wirklich fehlt.



Fazit: Mach was draus!

Wie du siehst, kannst du die aktuell Stay-at-home-Zeit nutzen, um wirklich produktiv zu sein und dein Semester direkt erfolgreich zu starten - und das von zu Hause aus. Sitz die Zeit nicht einfach so ab - nachher musst du viel nachholen und verfällst wieder in Uni-Stress. Also mach was draus!

PS: Wenn du schon immer mal in einem Online-Team arbeiten wolltest, deine Zeit besser einplanen und effizienter werden möchtest, JOIN THE TEAM. AIESEC hat aktuell offene Positionen in den Teams - bewirb dich und lerne die Arbeit in einem internationalen Online-Team kennen!

Join the team

Weitere Artikel lesen

Initiative Transparente Zivilgesellschaft AIESEC