Karriere
March 6, 2021

Wie deine Bewerbung hervorsticht: Deshalb lohnt sich ein Ehrenamt!

Mehrjährige Berufserfahrung, Bestnoten im Studium, Einblicke in verschiedene Bereiche, Spezialkenntnisse für einen bestimmten Fachbereich oder auch internationale Arbeitserfahrung: Diese, aber auch weitere Voraussetzungen stehen in den meisten Stellenausschreibungen. Unternehmen fordern sehr viel, um die offenen Positionen zu füllen.

Fragst du dich, wie du nach deinem Studium jemals einen Job finden sollst, weil du nur bestimmte Teile der Voraussetzungen (wenn überhaupt) erfüllst? Die Antwort: Durch ein Ehrenamt überzeugst du in jeder Bewerbung! 

Ein soziales Engagement macht sich perfekt in deinem Lebenslauf: Es weckt das Interesse von Recruitern, da du deine freie Zeit für eine gute Sache unentgeltlich einsetzt und bereits neben deinem Studium wichtige Praxiserfahrungen sammeln konntest. 

Wieso genau sich ein Ehrenamt für dich und deine nächste Bewerbung bei einem Unternehmen lohnt, liest du in den folgenden elf Gründen für ein soziales Engagement:


11 Gründe für ein soziales Engagement

1. Lebenslauf aufpolieren

Ganz klar ist: Um bei den vielen Bewerbungen aufzufallen, die Unternehmen tagtäglich erhalten, und im Gedächtnis zu bleiben, hilft dir eine ehrenamtliche Tätigkeit. Auch wenn immer mehr Studierende sich sozial einsetzen, wird ein Ehrenamt deinen Lebenslauf bei den Unternehmen hervorheben: Sich für etwas freiwillig einzusetzen, hinterlässt bei Unternehmen einen sehr guten Eindruck. Das Ehrenamt zeigt den Unternehmen deine soziale Ader und weckt Interesse an dir!

Lebenslauf aufpushen

2. Praxiserfahrung sammeln

Nicht immer, aber oftmals (vor allem an einer Universität) ist das eigene Studium sehr theoriebasiert und wenig praxisnah — bei dir ist es anders? Dann kannst du dich glücklich schätzen, da du bereits im Studium mehr Praxiswissen hast, als die meisten Studierenden. 

Problem: Unternehmen erwarten von uns, dass wir nach dem Studium direkt mit der Arbeit starten können und erste Praxiserfahrungen vorweisen — damit wir wissen, wie der “Hase” in einem Unternehmen so läuft. Durch ein soziales Engagement kannst du dir diese wichtige Erfahrung direkt neben dem Studium aneignen, ohne dass du ein Semester Pause für ein Praktikum machen musst. 

3. Teamerfahrung erwerben

Auch wenn du sicherlich die ein oder andere Gruppenarbeit in deinem Studium machen musstest, ist die Teamarbeit in einem Ehrenamt noch einmal viel intensiver und lehrreicher. Du wirst mit verschiedenen Persönlichkeiten, meist auch mit unterschiedlichen Studiumshintergründen, für eine längere Zeit an einem Projekt zusammenarbeiten — genau so, wie es später in einem Unternehmen sein wird. Neben den wichtigen Praxiserfahrungen  schätzen Unternehmen dies sehr, da sich niemand einen Einzelspieler im Team wünscht.


Teamerfahrung aufbauen

4. Kontakte zu Unternehmen knüpfen

Je nach Organisation kannst du durch deine ehrenamtliche Tätigkeit bereits wichtige Kontakte zu Unternehmen aufbauen. Beispielsweise arbeiten wir von AIESEC mit vielen bekannten Unternehmen zusammen und vermitteln verschiedene Praktikumsstellen an unsere Mitglieder. 

Als Student:in kannst du so direkt Kontakt mit den wichtigen Entscheidungsträger:innen herstellen und dir durch das Ehrenamt wichtiges Vitamin B für deine Zukunft sichern. Bei AIESEC kannst du Kontakt zu den folgenden Unternehmen knüpfen: Vodafone, Deutsche Bahn, Deutsche Post DHL, MLP, Phoenix Contact, Roche, VW Nutzfahrzeuge, BearingPoint, Bosch

5. Internationales Netzwerk aufbauen

Ein großer Vorteil von Organisationen, die international aktiv sind: Als ehrenamtliches Mitglied kannst du dir ein internationales Netzwerk aufbauen. Sei es, um mal in einem anderen Land bei jemandem unterzukommen, der dir direkt die Stadt und Umgebung zeigen kann, oder um dir den Einstieg in einem internationalen Unternehmen zu erleichtern — internationale Kontakte sind dir bei allem hilfreich. Denn letztendlich weiß man nie, wo man die Person, die man eben kennengelernt hat, mal wieder trifft. 


Internationales Netzwerk erstellen

6. Einblicke in verschiedene Bereiche erhalten

Bei den meisten Organisationen, in denen du dich sozial engagieren kannst, gibt es verschiedene Bereiche. Finance, Human Resources oder auch Marketing muss jede Organisation, genau wie jedes Unternehmen, haben, um als eingetragener Verein und/oder Non-Profit-Organisation bestehen zu können. Weitere Bereiche können zudem Customer Success, Customer Service, Sales oder Business Development sein. 

Egal, was du aktuell studierst, oftmals sind Organisationen offen für jeden, sodass du Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche sammeln kannst — vielleicht auch in die, die dir durch dein Studium fehlen oder die deinem Studium eine ganz neue Richtung geben. 

7. Soft Skills aufbauen

Durch das Ehrenamt kannst du unterschiedliche Soft Skills aufbauen, sodass du dich einerseits im Unternehmen sicherer “verkaufen” kannst, andererseits aber auch im Uni-Alltag besser abschneidest. Je nach Organisation und Aufgabenbereich musst du beispielsweise regelmäßig Präsentationen vor vielen Leuten halten oder fremde Menschen ansprechen. Du lernst, vor anderen frei sprechen und sicher präsentieren zu können, was in deinem Job zukünftig dir sicherlich weiterhilft. 

Zusätzlich musst du Uni, Ehrenamt, Freizeit und eventuell ein Nebenjob in deinem Alltag managen, weshalb du viel besser in deinem Selbst-und Zeitmanagement wirst. Durch die verschiedenen Aufgaben wirst du auch produktiver und kannst oftmals viel schneller für deine Klausuren lernen.

8. Sich selbst besser kennenlernen 

Ehrenamtlichen Organisationen geht es auch um die persönliche Weiterentwicklung von seinen Mitgliedern. Bei AIESEC beispielsweise finden einmal im Semester bestimmte Workshops statt, in denen man seine Stärken und Schwächen genau analysieren kann, bestimmte Verhaltensweisen kennenlernt und sich Ziele für die nächsten Monate oder Jahre setzt. Diese Workshop helfen einem, sich selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, was man in seinem Leben erreichen möchte.

9. Ein Team leiten

Neben einer Teamerfahrung selbst, müssen wir in unserer Karriere sicherlich irgendwann mal ein Team leiten: Sei es für ein bestimmtes Projekt oder weil wir die Teamleitung übernehmen. Durch das soziale Engagement kannst du bereits neben deinem Studium lernen, Verantwortung für ein bestimmtes Team zu übernehmen und so nicht nur erste Schritte für deine Karriere machen, sondern auch an der Entwicklung anderer einen wesentlichen Bestandteil beitragen.

Da die Hierarchien in vielen Hochschulgruppen sehr flach sind, kannst du ohne irgendwelche Vorkenntnisse direkt eine Teamleitung übernehmen.

Ein Team leiten


10. Was Gutes tun und sich für die Welt einsetzen

Jede Organisation verfolgt ein bestimmtes Ziel. Durch dein Engagement unterstützt du die Organisation dabei, einen Beitrag in einem bestimmten Bereich zu leisten und dem übergeordneten Ziel näher zu kommen. Egal, ob es um den Tierschutz, kulturellen Austausch, Nachhaltigkeit, Kinder in Not oder andere Themen geht — es gibt genug Probleme auf der Welt, die du mit deiner ehrenamtlichen Tätigkeit zumindest ansatzweise entgegenwirken kannst. Jede noch so kleine Tat hilft und ist besser als gar nichts zu unternehmen! Also vielen Dank für deinen Einsatz!

11. Freunde fürs Leben finden

Die Erfahrung in einem Ehrenamt verbindet. Auf intensive Weise lernst du die anderen Mitglieder kennen — sei es durch die vielen Stunden, die ihr zusammen seid, um ein Projekt voranzubringen oder durch die netten Bier-Abende, um die letzten Sommerstunden zusammen zu genießen. Durch ein Ehrenamt kannst du Freunde fürs Leben finden — und das auf der ganzen Welt! 


Freunde fürs Leben finden

Fazit: Starte jetzt dein Ehrenamt!

Auch wenn ein Ehrenamt je nach Organisation recht zeitintensiv sein kann, sollten dir diese elf Gründe zeigen, wieso es sich lohnt, diese Zeit dafür einzusetzen. Jedes Studium ist anders — das eine mehr, das andere weniger zeitintensiv. Jeder geht daher auch anders mit dem Uni-Stress um. Dennoch können wir aus Erfahrung sagen: Ein Ehrenamt, egal wie aufwendig es ist, lässt sich immer irgendwie in den normalen Alltag einbringen. Denn die Gründe, die für dein soziales Engagement sprechen, überwiegen jede stressige Situation und jede noch so bequeme Ausrede. Also los geht´s — engagiere dich jetzt!


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