Studium & Studentenleben
January 13, 2021

10 Tipps für deine mentale Gesundheit, die dich durch die Corona-Zeit bringen

Hast du dir dieses Jahr wieder neue Vorsätze gefasst? Oder gehörst du zu denen, die einfach nur froh sind, 2020 hinter sich zu haben?

Ganz egal ob mit oder ohne Neujahrsvorsätzen – über deine mentale Gesundheit solltest du dir besonders jetzt im Winter und in Corona-Zeiten Gedanken machen.

Vielen von uns geht es ähnlich. Die dunklen Wintermonate, der ewige Lockdown und der Entzug sozialer Kontakte drücken aufs Gemüt. Wir sind öfter müde, antriebsloser und oft reizbarer. 

Diese Tipps für deine mentale Gesundheit können dir dabei helfen, trotz Corona gesünder und ausgeglichener zu sein.

1. Eine gesunde Tagesroutine beibehalten

Mentale Gesundheit in Coronazeiten

Auch wenn wir den ganzen Tag zuhause sind – versuche deinem Tag und deiner Woche eine gewisse Routine und Struktur zu geben. Behalte bereits vorhandene Arbeits- und Lernzeiten bei. Das verschafft dir ein Gefühl von Normalität, gibt dir Sicherheit und reduziert Stress.

Natürlich kannst du auch ausschlafen und die Vorzüge des Home Offices auskosten. Höre einfach auf deinen Körper.

2. Morning Pages

Mentale Gesundheit in Coronazeiten

Morning Pages ist eine Aktivität, die du in deine Morgenroutine aufnehmen solltest. Es klärt den Kopf, entschleunigt dein Gedankenkarussell und bereitet dich für den Tag vor.

Wie es funktioniert:

  1. Schnapp dir was zu schreiben (ein Blatt Papier/Notizbuch und Stift oder auch deinen Laptop)
  2. Schreib einfach drauf los, lade deine Gedanken ab und bring sie zu Papier. Du brauchst dir keine Gedanken über Inhalt und Struktur zu machen (Das Ziel ist es lediglich 3 Seiten zu füllen.)

Wenn du Schwierigkeiten hast, können dir diese Fragen helfen: Wie geht es mir? Wie ist meine Stimmung? Warum geht es mir so? Was geht mir durch den Kopf? Was könnte mir helfen? Wann geht es mir gut? Was tut mir gut? 

3. Für Ordnung sorgen

Mentale Gesundheit in Coronazeiten

Es heißt ja: cluttered space = cluttered mind. Was so viel heißt wie: Ein unordentlicher Platz führt zu einem unruhigen bzw. beladenen Kopf. Sorge also für ein bisschen Ordnung in deinem Zuhause, um dich besser zu fühlen. Sei es nur dein Bett zu machen, deinen Tisch aufzuräumen oder sogar deine komplette Wohnung à la Marie Kondo auszumisten um mit weniger Ballast ins neue Jahr zu starten.

4. Trennung von Arbeit und Entspannung

Gerade in Zeiten, wo viele von uns von zuhause arbeiten oder studieren, ist es wichtig, Arbeit und Entspannung klar voneinander abzugrenzen. Dies sorgt dafür, dass wir auch mental eine klare Trennung schaffen und uns nach Feierabend wirklich von der Arbeit lösen können.

Dafür richte dir am besten einen eigenen Bereich fürs Arbeiten ein. Vermeide daher auf deinem Bett oder Sofa zu arbeiten. (Dies ist auch besser für deinen Körper. Mehr dazu findest du in diesem Blogartikel über Ergonomie).

Wenn du Platzmangel hast, dann such dir einen Stuhl am Esstisch aus, den du tatsächlich fast nur zum Arbeiten benutzt und setz dich zum Essen auf die anderen Stühle.

Es hilft auch schon, wenn du deinen Laptop oder Computer möglichst nur zum Arbeiten verwendest und in deinen Pausen und nach Feierabend auf dein Smartphone oder deinen Fernseher wechselst. Dies hat den Vorteil, dass sobald du mit der Arbeit fertig bist, du deinen Laptop nur noch zuklappst – und schon ist Freizeit angesagt.

5. Rausgehen (mit Abstand)

Mentale Gesundheit in Coronazeiten

Sei es eine kleine Runde im Park oder um den Block, kurz am Balkon oder am offenen Fenster durchatmen: Dein Kopf braucht frische Luft. Du kannst vor der Uni oder der Arbeit an die frische Luft gehen, um deinen Kopf freizukriegen oder nach Feierabend, um den Tag abzuschließen und dich zu belohnen.

Ein Spaziergang in der Natur hilft auch, wenn du gerade eine Gedankenblockade hast oder dich schlecht konzentrieren kannst. Vergiss nicht dabei auf die aktuellen Regeln und Einschränkungen deines Bundeslandes zu achten.

6. Meditieren

Durch Meditation können wir unserem Geist eine Auszeit schenken. Es reduziert unseren Stresspegel und sorgt bei regelmäßiger Ausübung für eine geringere Stressanfälligkeit (und ist damit doppelt gut fürs Immunsystem). Apps wie Balloon, Headspace oder Calm können dir durch begleitete Meditation helfen, zur Ruhe zu kommen.

Probier es aus:

  1. Schließe deine Augen
  2. Atme tief durch die Nase ein und ganz langsam durch den Mund aus.
  3. Konzentriere dich darauf, wie die Luft durch deinen Körper strömt
  4. Atme das Gute ein und atme das Schlechte aus
  5. Nachdem du diese Übung einige Minuten wiederholt hast: Öffne deine Augen wieder und kehre in den Raum zurück

7. Wofür bin ich dankbar?

Die Dinge, auf die man sich konzentriert, nehmen an Gewicht zu. Wenn du beispielsweise nach roten Autos Ausschau hältst, dann wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr rote Autos wahrnehmen.

Diesen Effekt können wir auch für unsere mentale Gesundheit nutzen. Sich auf die positiven Dinge des Lebens zu konzentrieren ändert die Sicht auf die eigene Situation und verstärkt die Glücksgefühle.

Was sind drei Dinge für die du dankbar bist? Für mich sind es mein warmes Bett, eine gute Mahlzeit und meine Familie.

8. Fix Zeit für dich selbst einplanen

Selfcare sollte nicht etwas sein, was wir machen, wenn wir endlich mal unsere ellenlange To-Do-Liste abgearbeitet haben. Unsere Gesundheit ist doch mindestens genauso wichtig wie unsere Produktivität, oder nicht?

Plane also feste Zeiten für dich selbst ein. Plane sie genauso ein wie du dir Meetings und andere Termine in deinen Kalender schreibst. Reserviere dir z.B. den gesamten Freitag Abend, wo du nur Dinge tust, die dir gut tun. Oder schreibe dir Selfcare auf deine To-Do-Liste für den Tag.

Hier ein paar Ideen: Ein entspannendes Bad nehmen, etwas tun das du liebst, ein gutes Buch lesen, mit der besten Freundin/dem besten Freund telefonieren, etwas Neues lernen, Zeit nehmen zum Reflektieren – Stichwort: Journaling/Morning Pages (siehe Punkt 2).

Egal was es ist, diese Zeit ist nur für dich.

9. Etwas Schönes für die Zeit nach Corona planen

Wie wäre es, etwas für die Zeit nach Corona zu planen? Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Sehnst du dich vielleicht danach endlich wieder zu Reisen, sobald der ganze Corona-Albtraum vorbei ist? Du möchtest gleichzeitig was Gutes tun und/oder praktische Erfahrungen in einem anderen Land sammeln? Dann kannst du über AIESEC deinen nächsten Auslandsaufenthalt planen.

Wie wäre es mit einem Freiwilligenprojekt oder einem Praktikum in einem unserer vielen Partnerländer? Wir haben neuerdings auch bezahlte Lehrpraktika im Ausland! Mehr dazu findest du in diesem Artikel.

10. Unterstützung suchen

Mentale Gesundheit in Coronazeiten

Obwohl wir zuhause feststecken, heißt es nicht, dass wir alleine sind. Die Liebsten sind nur einen Anruf entfernt. Bleibe in Kontakt mit Freunden und Familie. Sprich mit ihnen darüber, wie es dir geht. 

Wenn du jedoch merkst, dass deine mentale Gesundheit dich im Alltag beeinträchtigt, dann scheue dich nicht davor professionelle Unterstützung z.B. in Form von Therapie zu suchen. Sprich am besten mit deinem Hausarzt darüber. Dieser kann dir weiterhelfen.

In diesem Artikel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung findest du weitere Anlaufstellen und Telefonnummern, die du in Fällen von seelischer Not kontaktieren solltest.

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