Karriere
May 1, 2020

8 Methoden, um mit deiner Bewerbung zu überzeugen

Viele Bewerbungsratgeber sagen einem was man am besten alles im Lebenslauf haben sollte: Hervorragende Noten, viel Arbeitserfahrung, soziales Engagement und natürlich sollte man auch im Ausland gelebt haben. 

Das bringt einem allerdings nicht viel, wenn man schon dabei ist, sich zu bewerben und gute Noten jetzt nicht einfach herzaubern kann. 

Deshalb haben wir dir 8 Methoden zusammengestellt, wie du mit deiner Bewerbung überzeugen kannst. Die kann wirklich jeder anwenden.


1. Erfahrungen beschreiben

Der wichtigste Teil einer Bewerbung ist meistens der Punkt, an dem du deine bisherigen (Berufs-) Erfahrungen anführst. 

Wenn du beschreibst, was du zum Beispiel bei einem Praktikum gelernt hast, ist es wichtig, nicht einfach aufzulisten, was du gemacht hast, sondern zu erklären, was du konkret geleistet hast. 

Anstatt zu schreiben, deine Aufgaben seien Telefonieren und Emails-Beantworten gewesen, könntest du schreiben, du hättest erfolgreich die Geschäftsbeziehungen zu bestehenden Kunden weitergeführt. 

Beide Male werden die gleichen Aufgaben beschrieben. Bei der ersten Variante wird aber lediglich genannt, was du gemacht hast und es enthält keine Aussage darüber, ob du tatsächlich etwas gelernt oder einen Mehrwert für das Unternehmen erbracht hast.


2. Eigene Skills sinnvoll einstufen

Egal welche Hard- oder Soft Skills du in deinem Lebenslauf angibst: Am besten erwähnst du zusätzlich, auf welchem Niveau diese bei dir ausgeprägt sind. Das macht es für das Unternehmen einfacher, deine Fähigkeiten einzuschätzen und es erhöht deine Glaubwürdigkeit. 

Nur jemand, der Erfahrung hat, kann seine eigenen Fähigkeiten einstufen. Wenn es für bestimmte Skills anerkannte Niveaustufen gibt, solltest du sie auch verwenden. 

Bei Sprachen bietet sich zum Beispiel der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für Sprachen an, mit dem du deine Sprachkenntnisse von A1 bis C1 einstufen kannst. 

Schwieriger wird es bei Soft Skills, wie zum Beispiel Teamfähigkeit. Weil hier eine objektive Einstufung quasi nicht möglich ist, könntest du anführen, warum du denkst diese oder jene Fähigkeit zu besitzen. 

Etwa so: Als langjähriges Mitglied im Volleyballverein habe ich gute Teamfähigkeit entwickelt. Alternativ könntest du auch deine Soft Skills in Gruppen einteilen, wie etwa eine für Fortgeschrittene und eine für Grundkenntnisse in den entsprechenden Fähigkeiten.

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3. Hintergründe liefern

Gerade bei Soft Skills ist es schwer, dich nur anhand deines Lebenslaufs einzuschätzen. 

Einerseits, weil im Prinzip jeder in seinen Lebenslauf schreiben kann, er hätte z.B. gute rhetorische Fähigkeiten, andererseits weil Soft Skills oft nicht klar definiert sind. 

Heißt das, du könntest spontan eine Rede vor 500 Leuten halten oder bist du gut darin eine vorbereitete Präsentation vor der Abteilung zu halten? 

Insofern ist es wichtig für alle deine Behauptungen auch gute Begründungen anzuführen. Etwa so:

Bei meinem sozialen Projekt im Ausland über AIESEC habe ich Vorträge für Schulkinder vorbereitet und gehalten. Dabei habe ich gelernt, vor großen Menschenmengen zu sprechen und mich spontan an verschiedene Situationen anzupassen.

Wenn auf deinem Lebenslauf nicht genug Platz ist, kann man so etwas auch im Anschreiben erwähnen. 

Auf jeden Fall solltest du aber gute Argumente für ein Bewerbungsgespräch bereithalten, denn gute Personalabteilungen werden dich fragen, wie du diese oder jene Fähigkeit erlangt hast.

 

4. Social Media

Wenn du in die engere Auswahl kommst, werden sich viele Personaler auch mal Social Media Profile von dir anschauen. Wenn du öffentlich einsehbare Profile hast, solltest du dir überlegen, wie diese auf einen zukünftigen Arbeitgeber wirken könnten. 

Bei einschlägigen Berufsnetzwerken wie LinkedIn oder Xing ist es sinnvoll ein Profil zu haben, weil du hier viel mehr Platz hast, dich und deine Qualifikationen zu präsentieren. 

Am besten nutzt du sie als verlängerten Arm deines Lebenslaufs. Der zweitägige Workshop, den du mal gemacht hast, ist vielleicht nicht wichtig genug für deine Bewerbung, kann aber trotzdem zeigen, dass du nachhaltig Interesse hast, dich weiterzubilden. 

Wichtig ist es dann aber auch, deine Seite regelmäßig zu überarbeiten und alle Informationen aktuell zu halten. Gut gepflegte Profile auf Businessportalen gibst du am besten gleich in deinem Lebenslauf an.


5. Dran bleiben

Wie lange du nach deiner Bewerbung auf eine Antwort warten musst, ist abhängig von Größe der Firma und Anzahl an Bewerbungen. 

Auch wenn oft Geduld gefragt ist, schadet es nicht ein bisschen dran zu bleiben und gelegentlich nachzufragen, ob deine Bewerbung eingegangen oder wie weit der Auswahlprozess bereits fortgeschritten ist. 

Dadurch zeigst du, dass du ehrliches Interesse an der Stelle hast und nebenbei werden die Personaler regelmäßig an deine Bewerbung erinnert. Natürlich ist es hierbei wichtig das richtige Maß zu finden, ein Bewerber, der sich täglich meldet, kann auch schnell negativ auffallen.


6. Design

Eine weitere Möglichkeit deine Bewerbung aufzuwerten, ist natürlich die Optik. 

Du solltest ein bisschen Fingerspitzengefühl dafür haben, was in deiner Branche gefragt ist. 

Konservative Unternehmen wissen vermutlich eher ein klassisches, schlichtes Design zu schätzen, während es bei Start-ups eher mal bunt und kreativ sein darf. 

Wenn du dich in einem angemessenen Rahmen bewegst, ist es aber eine gute Möglichkeit, dich von den anderen Bewerbern etwas abzuheben. 

Trotz allem solltest du darauf achten, dass das Layout schnell und leicht lesbar ist. Es macht keinen Spaß ewig nach Informationen suchen zu müssen.


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7. Schlagwörter

Für den ersten Blick auf eine Bewerbung nehmen sich Personaler häufig sehr wenig Zeit. Es ist also wichtig, dass dein Lebenslauf bereits auf den ersten Blick zu der offenen Stelle passt. 

Dafür ist es sinnvoll, sich die Stellenanzeige genau durchlesen und mit den eigenen Angaben zu vergleichen. Es geht nicht darum, einfach alle Schlagwörter aus der Stellenanzeige zu kopieren. 

Es kann sich aber lohnen, diese mit deinen eigenen Formulierungen zu vergleichen und gegebenenfalls umzuformulieren.

Zum Beispiel so: In der Stellenanzeige werden ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten gefordert und in deinem Lebenslauf steht, du warst in deinem letzten Praktikum für die Betreuung von Kunden zuständig. 

Dann könntest du stattdessen schreiben: Beim täglichen Kontakt mit den Kunden habe ich gute Kommunikationsfähigkeiten entwickelt.


8. Eine Portion Selbstbewusstsein

Zum Schluss: Auch eine Portion Selbstbewusstsein ist bei jeder Bewerbung wichtig. 

Vielleicht magst du nicht bis ins kleinste Detail der perfekte Bewerber sein, aber einen wertvollen Beitrag kannst du allemal leisten. 

Außerdem ist Lernbereitschaft oft die wichtigste Eigenschaft, wenn man einen neuen Job anfängt. Viel Erfolg für deine nächste Bewerbung!


Kleiner Hinweis: Bei einer Mitgliedschaft von AIESEC knüpfst du nicht nur internationale Kontakte und lernst eventuell bereits so die nächsten Personaler der größten Unternehmen kennen - durch die verschiedensten Herausforderungen und die Teamarbeit kannst du durch deine AIESEC Erfahrung direkt überzeugen! 

Bewerbe dich jetzt schnell & einfach bei uns! Wir freuen uns dich kennen zu lernen.

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