Reisen
May 18, 2020

Von zu Hause aus die Welt entdecken - Diese 5 Bücher solltest du gelesen haben

5 Bücher, die alle Reiseverrückten lesen sollten


Du liebst das Reisen und das Entdecken fremder Kulturen und bist noch dazu eine echte Leseratte? Dann bist du hier genau richtig! Denn es gibt mehr als genug Bücher, die auf irgendeine Art und Weise vom Reisen erzählen - seien es Reiseberichte, Sachbücher oder auch Romane, das Entdecken des Fremden und das Bereisen unbekannter Länder sind seit jeher eines der beliebtesten Themen der literarischen Welt. Welche Bücher solltest du als Reiseenthusiast/in also in jedem Fall gelesen haben?


1. Jules Verne - “In 80 Tagen um die Welt

Der exzentrische englische Gentleman Phileas Fogg und sein treuer Helfer Passepartout - es gibt wohl kaum zwei Charaktere, die Abenteuerlust und Reiseabenteuer so sehr verkörpern wie diese beiden aus Jules Vernes weltberühmten Roman. 

In London wird im Jahr 1872 ein Preisgeld ausgeschriebenen, das denjenigen verliehen werden soll, die es schaffen, die Welt in 80 Tagen oder weniger komplett zu umrunden. 

Im 21. Jahrhundert ist das wohl keine große Herausforderung mehr - im Jahr 1872 allerdings durchaus! 

Die von Phileas Fogg und Passepartout eingesetzten Transportmittel reichen dabei von Heißluftballons über Elefanten bis hin zu Dampfschiffen, deren eigenes Bauholz im Laufe der Fahrt verbrannt wird, um noch rechtzeitig Europa zu erreichen.

Mit einem Heißluftballon um die Welt

Die Abenteuer, die Fogg und Passepartout unterwegs erleben, als auch die scheinbar unüberwindbaren Hindernisse, die dann doch irgendwie überwunden werden, lassen die Reise des ungleichen Duos zu wohl der Reise der modernen Literaturgeschichte werden, die bis heute unzählige Menschen zu einer eigenen Weltreise inspiriert hat. Warum also nicht auch deine nächste Reise?

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2. Lonely Planet - “Die Welt

Nach einem Roman kommen wir nun zu einem Buch, das dir möglicherweise etwas direkter bei deiner Reiseplanung helfen könnte - insbesondere falls du dir noch nicht ganz sicher bist, was das nächste Reiseziel sein soll. 

Denn wo könnte man besser ein neues Reiseziel finden als in einem Reiseführer, der gleich die ganze Welt abdeckt? 

Natürlich kann ich mir gut vorstellen, dass dir direkt einige Einwände einfallen, was die Nützlichkeit dieses Buches für eine konkrete Reiseplanung angeht: Wie soll man denn in einem einzigen Reiseführer die ganze Welt abdecken? Sind da nicht einfach nur alle sowieso schon überlaufenen Touristenziele auf der ganzen Welt drin?

Sicher ist an diesen Einwänden etwas dran - dennoch kann man wohl nicht abstreiten, dass es schlechtere Werke gibt, um sich für die nächste Reise inspirieren zu lassen.

Schließlich ist es weniger wahrscheinlich, dass du Lesotho, Surinam oder Tadschikistan als spontane Einfälle oder als Google-Suche entdecken würdest, als dass du sie in diesem Werk entdeckst und dir einen ersten Eindruck machen kannst. 

Wenn es dann tatsächlich losgeht, kannst du immer noch andere Hilfsmittel zu Rate ziehen, um deinen perfekten Reiseplan aufzustellen!

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3. J.M.G. Le Clézio - “Der Goldsucher

Der nächste Franzose in unserer Liste ist dir möglicherweise etwas weniger ein Begriff als Jules Verne. 

Dabei gibt es wohl wenige Autoren, die Reisen und Weltbürgertum besser personifizieren als der Literaturnobelpreisträger von 2008: Schließlich ist er ein Franzose mit familiären Wurzeln auf Mauritius, der einen Teil seiner Kindheit in Nigeria verbrachte und für vier Jahre in Panama bei einem Eingeborenenstamm lebte. 

Bei dieser Biografie ist es sicher nicht verwunderlich, dass das Reisen ein integraler Bestandteil von Le Clézios Werk ist: Seine Charaktere verbleiben selten über lange Zeit an einem Ort, sie befinden sich stets auf Reisen - oder auch auf der Flucht, je nach Betrachtungspunkt…

“Der Goldsucher”, einer der bekanntesten Romane Le Clézios, steht exemplarisch hierfür: Der Protagonist Alexis erlebt eine glückliche Kindheit auf einer Farm auf Mauritius, die durch einen tropischen Zyklon plötzlich zerstört wird. 

Anschließend beginnt er eine Suche nach einem Goldschatz, der ihn nicht nur auf eine äußere Reise auf eine entlegene Insel im indischen Ozean und in die Schützengräben des ersten Weltkriegs führt, sondern auch eine innere Reise zu sich selbst anstößt. 

Dieses Buch werden alle diejenigen verschlingen, die sich auf eine Reise in “neue Aufbrüche, poetische Abenteuer und sinnliche Ekstase” (so das Nobelkomitee über Le Clézios Werk) entführen lassen möchten!

Suche einen Goldschatz


4. Andrea Wulf - “Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

Bis heute kann man sich nur schwerlich einen Menschen vorstellen, der Reisen und Entdeckung mehr verkörpert als der deutsche Naturforscher und Entdecker Alexander von Humboldt. 

Im Laufe seiner Reisen begründete er nicht nur akademische Disziplinen wie Botanische Geographie oder Geodäsie, sondern eröffnete auch der Menschheit neue Perspektiven durch das Betreten zuvor unerforschter und unentdeckter Orte - und er gilt als die erste Person, die das Phänomen des menschengemachten Klimawandels beschrieb.

Hierauf liegt auch der Fokus von Andrea Wulfs Werk über den großen Naturforscher. Sie beschreibt eindrücklich, wie viele moderne Ideen zu Themen wie Nachhaltigkeit oder Naturschutz auf Humboldt und sein naturbasiertes Wissenschaftsverständnis zurückzuführen sind. 

So lernen wir nicht nur etwas über das Schaffen Humboldts, sondern auch darüber, wie das Reisen neue Perspektiven aufzeigen kann, neue Denkmuster etablieren kann und schlussendlich eine Veränderung des menschlichen Verständnisses von Natur und der Rolle der Menschheit hervorrufen kann. 

Und woran könnte man das besser aufzeigen als mittels der Biografie eines der berühmtesten Reisenden aller Zeiten?

Erkunde den Dschungel


5. Jan Kowalsky - “Als Schisser um die Welt: Die Geschichte von einem, der mitmusste

Die meisten Reisebücher werden von Menschen geschrieben, die das Reisen lieben, deren größter Traum eine Weltreise ist, deren liebstes Hobby das Entdecken unbekannter Orte ist - nicht so dieses Buch. 

Autor Jan Kowalsky liebt das Reisen nämlich ganz und gar nicht - tut es jedoch trotzdem, seiner reiseverrückten Frau zuliebe. Aus dieser Konstellation ist ein Buch mit einer sehr einzigartigen Perspektive auf das Thema Reisen entstanden: Wie fühlen sich Abenteuerreisen für jemanden an, der eigentlich überhaupt gar keine Lust darauf hat?

Das beschreibt Jan Kowalsky auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise - egal ob er durch den indonesischen Dschungel voller Wildtiere wandern oder sich mit dem Betondschungel von New York City herumschlagen muss, auf irgendeine Art und Weise wird er dabei immer aus seiner Komfortzone gerissen. 

Vielleicht kann das auch eine Erinnerung für uns Reiselustige sein: Die besten Reisen sind diejenigen, bei denen man sich gelegentlich unwohl oder ängstlich - aus der Komfortzone gerissen - fühlt oder bei denen man in Situationen gerät, bei denen man nicht mehr richtig weiter weiß. Aus solchen Reisen lernt man doch am meisten!


Fazit

Wir lernen also: Reisen hat unglaublich viele Facetten und kann aus unglaublich vielen Blickwinkeln betrachtet werden! Sei es aus der Perspektive des “poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase”, der Perspektive des “Erfinders der Natur” oder der Perspektive des “Schissers, der mitmusste” - Bücher und Literatur können uns sehr viel über das Reisen lehren. 

Vielleicht hast du ja auch Lust bekommen, deine nächste Reise mit einem literarischen Experiment zu verbinden - vielleicht ein kurzer Reisebericht, ein paar Blogeinträge oder der ganz klassische Brief nach Hause? 

In diesem Fall (und auch in allen anderen Fällen) sind wir von AIESEC in jedem Fall für dich da - wir finden dein Auslandsabenteuer, das deine Reiselust und deine erweckten literarischen Ambitionen zufriedenstellen kann! 

Melde dich jetzt unverbindlich bei uns an und schon kann es losgehen.

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