Studium & Studentenleben
September 8, 2020

10 Dinge, die du von zu Hause aus tun kannst, um die Welt zu verbessern!

Fridays for Future, Earth-Overshoot Day, Ecological Footprint - diese und auch viele weitere Begriffe nehmen seit einer längeren Zeit immer mehr Platz in unserem Leben ein. Die Bevölkerung befasst sich vor allem in diesem Jahr sehr stark mit den Auswirkungen der Klimakrise - sicherlich auch, da die Corona-Krise viele klimaschädlichen Aktivitäten eingeschränkt hat.

Klar ist aber: Wir können nicht so weitermachen und müssen etwas verändern. 

Wie wichtig ist uns jedes Lebewesen, was auf unserem Planeten lebt und zukünftig leben wird? Schon durch kleine Veränderungen in unseren täglichen Aktivitäten kann jeder von uns, also auch du, die Welt ein wenig verbessern. Aber was genau musst du dafür verändern?


Die Staats- und Regierungschefs der Welt haben sich auf 17 globale Ziele geeinigt, um in den nächsten 10 Jahren drei wichtige Dinge zu erreichen: Die extreme Armut beenden. Kampf gegen Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Den Klimawandel korrigieren. 

Aus dem Leitfaden zur Rettung der Welt des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) haben wir 10 einfache Schritte ausgewählt, die du unternehmen kannst, um insbesondere die Umwelt zu schützen. Wenn du diesen 10 einfachen Schritten folgst, kannst du ohne viel Anstrengung etwas bewirken.



1. Schalte das Licht aus

Ja, wer kennt es nicht auch: In der Kindheit haben unsere Eltern uns ständig eingetrichtert, das Licht auszuschalten, wenn wir das Zimmer verlassen. Auch wenn du es schon immer automatisch machst und es so für dich nicht nennenswert ist, kann das Ausschalten des Lichtes dennoch viel bewirken. Zusätzlich: Dein Fernseh- oder Computerbildschirm versorgen dich bereits mit ausreichend Licht. Schalte also andere Lichtquellen im Zimmer aus, wenn du sie nicht brauchst. So kannst du nicht nur Strom sparen, sondern tust auch etwas Gutes für die Umwelt. 

Wichtig zu wissen: Einen Lichtschalter ständig aus und an zu schalten, ist dennoch kontraproduktiv. Gibt es also einen Raum - wie beispielsweise die Toilette auf der Arbeit - bei dem Hochbetrieb herrscht, lohnt sich das Ausschalten des Lichtes nicht wirklich. Oftmals wird durch das immer wieder betätigen des Lichtschalters mehr Strom produziert, als wenn das Licht durchgehend an ist. Aber: Zu Feierabend bitte ausschalten!


2. Wähle umweltfreundliche Marken

Das Klischee, nachhaltige Mode könnte nicht stilgerecht sein oder gut aussehen, ist wirklich schon lange veraltet. Heutzutage gibt es immer mehr Online Shops, sowie lokale Geschäfte, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen. Das nehmen sogar große Händler wie Zalando an - beispielsweise kannst du dort bei der Marke "Veja" - nachhaltig produzierte und vegane Sneakers kaufen. Die sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern sehen auch sehr nice aus. 

Wichtig ist, dass du im Internet einfach mal recherchierst. Ja, oftmals sind die einzelnen Teile teurer als die preiswerten Klamotten von H&M. Aber: Du bezahlst für etwas Gutes - die Zukunft. Somit fühlt sich das Tragen tausendmal besser an und du stopfst deinen Kleiderschrank nicht mit unnötigen Sachen voll.


Eine weitere Möglichkeit, die sogar recht günstig ist, kannst du in vielen Second-Hand-Läden entdecken. Du kannst nicht nur deine Kleidung, die zwar noch tragbar ist, du aber nicht mehr leiden magst, dort für ein wenig Geld abgeben. Weiterhin findest du dort auch echt preiswerte und gut aussehende Outfits! Schau einfach mal in deiner Stadt nach - sicherlich hast du auch schon ein oder zwei Flohmärkte entdeckt, falls es nicht direkt Läden vor Ort gibt.

Neben Kleidung gibt es aber natürlich noch jede Menge andere Gegenstände, die du mit gegen eine nachhaltige Variante austauschen kannst. Auch hierzu gibt es viele Onlinestores, die dich bereits jetzt mit allem versorgen - wie Amazon, nur mit umweltfreundlichen Versand & nachhaltigen Produkten. Informiere dich einfach erst einmal - dann wirst du schon sehen, wie viel es gibt!


3. Gleiche deinen ökologischen Fußabdruck aus

Auch wenn dank der Corona-Krise viele Flughäfen aktuell recht leer sind, wird bald eine Zeit kommen, in der wieder alle sehr viel fliegen werden. Aber nicht nur das Fliegen allein erzeugt ein großes Maß an CO2, auch in deinem tagtäglichen Leben hinterlässt du einen ökologischen Fußabdruck auf der Erde. Wie kannst du das verbessern? Auf der Webseite Climate Neutral Now kannst du deinen Fußabdruck berechnen und Schritte zum Ausgleich deiner Kohlenstoffemissionen erhalten. Beispielsweise kannst du nachhaltigen Organisationen unterstützen, die durch Bepflanzung der Wälder versuchen, die CO2-Abgase wieder auszugleichen. Aber schau einfach selbst mal nach. Es ist echt sehr interessant zu sehen, wie viel CO2 jeder von uns durch das normal Leben - ohne zu fliegen - produziert. Auf geht´s!


4. Reduziere deine Duschzeit

Ja ich weiß, klingt etwas verwirrend und eventuell ist es dir auch zu viel. Aber: Beim Duschen verbraucht jeder sehr viel Wasser. Eine lange, warme Dusche im kalten Winter tut sehr gut und fühlt sich manchmal auch einfach notwendig an. Dennoch dankt dir die Umwelt, wenn du versuchst, die Zeit unter laufendem Wasser zu verkürzen. Stelle auch das Wasser komplett ab, wenn du dich einschäumst und versuche, nicht jeden Tag zu duschen. Auch wenn es sicherlich noch nicht weit verbreitet ist: Unser Körper benötigt keine tägliche Dusche. Deutschland ist ein sauberes Land und der menschliche Körper ist für ganz andere Dinge ausgelegt. 

Zusätzlich: Sei dir bewusst, dass vor allem ein heißes Bad zu nehmen viel mehr Wasser verbraucht, als eine 5-10-minütige Dusche. Daher reduziere deinen Badewannen-Spaß auf ein Minimum, um so Wasser zu sparen.


5. Iss weniger Fleisch

Ist dir bewusst, wie viel Wasser für die Fleischproduktion benötigt wird? Wie viele andere Ressourcen eingesetzt werden müssen, nur damit wir Menschen jederzeit im Supermarkt billiges Fleisch kaufen können? Auch wenn du nicht direkt auf alles verzichten musst, ist es zumindest sinnvoll, bewusster Lebensmittel einzukaufen und weniger Fleischprodukte zu konsumieren. Iss deshalb weniger Fleisch, Geflügel und Fisch, um deinen Verbrauch an wichtigen Ressourcen zu reduzieren. 

Es gibt sehr viele Ersatzprodukte, die dein Essen trotzdem aufregend und lecker machen - versuch es einfach mal und teste dich durch das Sortiment! Schnell wirst du merken, dass andere Produkte genauso lecker sind und es nicht immer Fleisch sein muss.

Tipp: Wenn du gar nicht auf Fleisch verzichten kannst, kaufe regionale Produkte - am besten auf einem Markt. Das Fleisch schmeckt nicht nur besser, sondern du unterstützt auch noch die regionale Landwirtschaft und stellst sicher, dass die Tiere gut behandelt werden.

6. Wasche dein Geschirr nicht vor

Sicherlich haben nicht viele von uns den Luxus, eine Geschirrspülmaschine in der Küche zu haben. Solltest du also wie ich zu den Leuten gehören, die immer alles mit Hand abwaschen müssen, ignoriere den Tipp hier. 

Bist du aber einer der Glücklichen, die eine Maschine besitzen, dann spüle bitte nicht das Geschirr vorher ab, bevor du es in die Maschine tust. Ich kann gut verstehen, dass dies oftmals nötig ist, damit der gesamte Dreck abgeht und es nicht direkt anfängt, aus der Maschine zu riechen. Aber damit verbrauchst du enorm viel Wasser. Wenn du also beim nächsten Mal etwas vorwaschen möchtest, spüle es doch direkt einfach ab. So vermeidest du unangenehme Gerüche durch abgestandenes dreckiges Geschirr in der Maschine und kannst die Sachen viel öfter wieder benutzten. Deine Mitbewohner werden dir sicherlich dankbar sein, da ihr so nicht warten müsst, bis die Maschine voll ist.


7. Verwende Streichhölzer statt Feuerzeug

Klingt super komisch und ist sicherlich auch nicht immer umsetzbar, aber: Bei der Verwendung von Streichhölzern benötigst du kein Gas. Plastikfeuerzeuge hingegen sind von diesem Erdölprodukt abhängig. Neben dem Einsparen dieser Ressource kannst du auch dafür sorgen, dass weniger Plastik verwendet wird, da du keine Plastikfeuerzeuge mehr benutzt. Zumindest bei dir in der Wohnung kannst du darauf achten, eher Streichhölzer zu verwenden und so von zu Hause aus einen kleinen Schritt für eine bessere Zukunft tun - also Ressourcen einsparen ;). 


8.Reduziere deinen Kunststoffverbrauch

Unsere Meere sind leider voll davon - Plastik sammelt sich an vielen Stellen zu einer Art Insel an. Um dagegen etwas zu unternehmen, kannst du versuchen, weniger Plastik zu benutzen. Das fängt schon mit der Trinkflasche an. Benutze eine wiederbefüllbare Trinkflasche - so sparst du dir das wiederkehrende Kaufen von Getränken und verbrauchst weniger Plastik. Zudem hat die Flasche viele Vorteile - du kannst sie beispielsweise an vielen Stellen wieder auffüllen und so Geld sparen. 

Zusätzlich solltest du darauf achten, dass die von dir gekauften Produkte so wenig Verpackungen wie möglich verwenden. Du wirst sie eh zu Hause wegschmeißen - wieso benötigst du sie dann? Versuche, mit offenen Augen in den Supermarkt zu gehen und bewusst auf verpackte Lebensmittel zu verzichten. Denk immer daran, wo letztendlich dein Müll landen kann - auch wenn in Deutschland die Kreislaufwirtschaft gut funktioniert. 


9. Trockne dein Haar auf natürliche Weise

Lasse dein Haar und deine Kleidung auf natürliche Weise trocknen, anstatt einen Föhn oder einen Trockner zu benutzen. So kannst du nicht nur deine Stromrechnung reduzieren und deinem Haar bzw. deiner Kleidung etwas Gutes tun (denn Hitze ist jetzt nicht wirklich das Beste für die Haare), sondern sparst auch Ressourcen ein, die auf unserer Welt sowieso schon knapp vorhanden sind. Und sind wir mal ehrlich - den Trockner oder den Föhn benötigst du auch wirklich nicht alltäglich oder? Klar, Ausnahmesituationen gibt es immer, wenn du beispielsweise schnell los musst, aber deine Haare noch nass sind - dennoch solltest du versuchen, im normalen Alltag darauf zu verzichten. Weiterhin: Mach deine Waschmaschine ganz voll! Schon einmal überlegt, wie viel Wasser du verbrauchst, wenn du deine Kleidung wäscht? Versuche also, nur eine voll beladene Maschine anzumachen - frage sonst einfach mal deine Mitbewohner, ob sie noch etwas waschen müssen. Sie werden sich freuen.

10. Nicht nur liken, teilen!

Wenn du einen interessanten Social Media-Beitrag über den Klimawandel siehst, poste ihn auf deinem eigenen Profil, damit deine Freunde diesen Beitrag sehen können. Behalte deine Erkenntnisse nicht für dich, sondern teile sie mit deinen Freunden. Oftmals wissen viele Menschen einfach nicht, was aktuell in der Welt abgeht und wie umweltschädlich manche Handlungen sind. Daher inkludiere sie, indem du interessante Neuigkeiten postest! 

Wenn du Organisationen folgst, die ein soziales Bewusstsein für den Klimawandel und die Umwelt in sozialen Medien entwickeln, kannst du dich selbst, aber auch deinen engsten Freundeskreis über dieses Thema fortbilden. 



Folge diesen Organisationen, um nicht durch Fake-News beeinflusst zu werden: 


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